Hinter dem Label Stellis clerata steckt eine Philosophie, die leicht zu erklären ist. Denn Stellis clerata heisst auf lateinisch «sternenklar». Sternenklar ist die Aura eines Lebewesens, wenn es wunschlos glücklich ist. Ich setzte alles daran, meine Bienen so zu halten, dass sie glücklich leben können, und das aus gutem Grund:

Nehmen wir mal an, eine glückliche Biene verlässt an einem sonnigwarmen Frühlingstag ihr Zuhause und fliegt in eine Welt hinaus, die in der Morgensonne vom Tau glitzert und in wunderbarsten Farbtönen von Millionen von Blüten leuchtet. Eifrig fliegt sie von Blüte zu Blüte, sammelt Honig und Pollen für ihr Volk und hinterlässt bei jeder Blüte etwas von ihrem Glück. Dieses Glück wächst in den Beeren, Früchten und Samen weiter, ernährt Mensch und Tier, und lebt sogar noch im Winter weiter, dann, wenn die Vögel die letzten Beeren von den Bäumen pflücken, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Und jeden Frühling erfreuen uns die Vögel wieder, in dem sie sich vor Lebensfreude die Seele aus dem Leib singen, und läuten so einen neuen Zyklus ein, in dem hoffentlich wieder viele gesunde Bienen ihr Glück verteilen und so das Ökosystem der Natur vom kleinsten Insekt bis hin zum Menschen am Leben erhalten.


Ich glaube an das Zusammenleben von Mensch, Tier und Pflanzen. Und ich glaube, dass jedes Bienenvolk eine weit entwickelte Seele hat. Und ich bin mir sicher, dass ich durch genaue Beobachtung von den Bienen lernen kann – mehr, als der menschliche Verstand zu erfassen vermag. Überall, wo jemand mit Liebe etwas tut, kommt mehr zurück, als wir nur erwarten dürfen. Die Bienen erhalten für ihre liebevolle und ausdauernde Arbeit von der Natur Honig zum Dank. Wenn ich die Bienenvölker so halte, dass sie gesund, gross und stark werden, dann tragen sie so viel Honig ein, dass ich einen Teil des Honigs abschöpfen darf. Dieser Honig ist für mich so wertvoll, dass ich ihn möglichst rein halten will. Ich mische darum den Honig der verschiedenen Völker nicht und verzichte auf gängige Praktiken, die die Verarbeitung des Honigs erleichtern, ihm aber energetisch und geschmacklich schaden.
Da ich von meiner Art der Bienenhaltung und der Qualität meines Honigs so überzeugt bin, habe ich mein eigenes Label Stellis clerata geschaffen. Ich investiere sehr viel Zeit, Gedanken und Gefühle in meine Bienen, die am Schluss im Honigglas mit dem Siegel von Stellis clerata ihren Abschluss finden. All die Arbeit der Bienen und von mir hat ihren Preis. Auch wenn ich meinen Honig problemlos mit viel weniger Aufwand konventionell vermarkten könnte, folge ich meiner Überzeugung. Wenn sich genug Kunden finden, die meine Philosophie verstehen, dann kann das Glück der Bienen durch den Honig von Stellis clerata auch auf die Menschen wirken, die Nachhaltigkeit zu schätzen wissen. Sollten sich wider Erwarten meinen Honig nicht verkaufen lassen, so verfüttere ich ihn lieber wieder an die Bienen zurück, als dass ich ihn irgend an einen Grossverteiler verscherble.